Eine kurze Information für Unternehmen

Alles, was wir hier zusammentragen, tun wir nach bestem Wissen.

Allerdings können wir nicht garantieren können, dass im Folgenden immer der neueste Stand dokumentiert ist. Bitte hinterfragen Sie im Zweifel  einzelne Punkte, da wir keine Gewährleistung für die Richtigkeit der hier weitergegebenen Informationen übernehmen.

Worauf Sie sich aber verlassen können:

Unsere Unterstützung ist generell bezuschussungsfähig. Sie partizipieren an anerkanntem Know-how, vielschichtigen Erfahrungen und effizienten Werkzeuge zu einem deutlich reduzierten Honorar. Und ein erstes ausführliches Beratungsgespräch ist selbstverständlich unentgeltlich. Weiter Informationen finden Sie unter Soforthilfe.

Im Bemühen, den durch den nun wiederholten Shut Down angerichteten wirtschaftlichen Schaden im Zusammenhang mit COVID 19  irgendwie zu begrenzen, gibt es verschiedene „Hilfen“, die sich an Unternehmen, Selbstständige oder Freiberufler richten. Die staatliche Förderbank KfW grenzt den Kreis derer, die Hilfe erwarten können sinngemäß so ein: wir Fördern Unternehmen, Freiberufler und Selbständige, die „temporär und unverschuldet“ in Liquiditätsschwierigkeiten gekommen sind.

1) Überbrückungshilfe:

Die Überbrückungshilfe ist der Nachfolger der Soforthilfe, die letztmalig zum 31.05.20 zu beantragen war. Dieses Bundesprogramm soll kleine und mittelständische Unternehmen stützen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten. Inzwischen ist die Überbrückungshilfe 2 gültig, da die Überbrückungshilfe 1 für die Monate Juni bis August am 09. Okt. 2020 ausgelaufen ist. Die wichtigsten Punkte dürften die folgenden sein:

  1. Die maximale Förderung beträgt 200.000 Euro für vier Monate.
  2. Gefördert werden Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler aus allen Wirtschaftsbereichen.
  3. Unternehmen müssen ihrer Tägigkeit von einem Sitz im Inland nachgehen und auch die Geschäftsführung muss ihren Sitz im Inland haben; sie müssen also hier registriert sein und hier ihre Steuern zahlen.
  4. Antragsberechtigt sind Unternehmen, deren Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist oder deren durchschnittlicher Umsatz im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist.
  5. Der Antragssteller darf die Überbrückungshilfe nur zur Deckung erstattungsfähiger Kosten verwenden. Dabei handelt es sich um bestimmte Fixkosten (Mieten, Pachten, Versicherungen, Leasingraten etc. sowie auch Personalkosten) die  vor dem 1. September 2020 begründet worden sein müssen. Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von
      • 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch,
      • 60 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent,
      • 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 30 Prozent und unter 50 Prozent.

    im Leistungsmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

  6. Die Überbrückungshilfe ist bei der vGewinnermittlung zu berücksichten und damit zu versteuern.
  7. Das Programm läuft in den Monaten September bis Dezember 2020. Ein Zuschuss ist maximal über vier Monate möglich.
  8. Unternehmen, die sich bereits zum 31. Dezember 2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Sinne der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung befunden haben und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben, sind nicht antrags­berechtigt.
  9. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020.

Wir unterstellen, dass man oben Unternehmen durch Antragsteller ersetzen kann. Im Übrigen finden sich weitere Details auf den Seiten der Staatsregierung.

Dank geschickter Lobbyarbeit dürfen anscheinend nur Steuerberater und Wirtschaftsprüfer den Antrag stellen. Babei handelt es sich um ein digitales, zweistufiges Antragsverfahren. Zuständig für die Durchführung sind die Länder.

  • Stufe 1: Glaubhaftmachung der Antragsvoraussetzungen und der erstattungsfähigen Fixkosten,
  • Stufe 2: nachträglicher Nachweis – nach Programmende findet eine Soll-Ist-Abrechnung statt. Bei Abweichung der tatsächlichen Umsätze von der Prognose sind zu viel gezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen oder werden nachträglich aufgestockt.

Weitere Details lassen sich hier nachlesen.

2) Novemberhilfe:

Die Novemberhilfe ist im Grunde auch eine Überbrückungshilfe, richtet sich aber an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen des zweiten Shut Down vom 28. Okt. 2020 betroffen sind. Hotels sind ebenfalls antragsberechtigt wie Unternehmen, die indirekt stark betroffen sind. Als indirekt betroffen gilt, wer regelmäßig 80 Prozent seiner Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen. Als Bespiel wird hier die Wäscherei genannt, die vorwiegend für Hotels arbeitet.

Mit der Novemberhilfe werden pro Woche der Schließung Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt.

Soloselbständige haben ein Wahlrecht: sie können alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Damit wird auch Soloselbständigen geholfen, die im November 2019 keinen Umsatz hatten.

Für Unternehmen, die nicht direkt oder im oben beschriebenen Sinne indirekt von den Schließungsmaßnahmen betroffen sind, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche im November 2020 im Vergleich zum Vorjahr haben, wird es Hilfen im Rahmen der Überbrückungshilfe III geben.aber daran werkelt die Bürokratie noch herum.

Details zur Novermberhilfe finden sich hier.

3) Kredite:

Seit dem 15.04.20 gibt es den KfW Schnellkredit 2020, der sich an Unternehmen, Selbstständiger oder Freiberufler richtet. Die zunächst gültige Mindestanzahl von 10 Mitarbeitern ist seit 09.11.20 gefallen. Der Kredit kann für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) verwendet werden und ist zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten. In Abhängigkeit von der Anzahl der Beschäftigten gelten folgende Kredithöchstbeträge:

  • maximal 300.000 Euro pro Unternehmensgruppe (im Sinne verbundener Unternehmen) mit bis einschließlich 10 Beschäftigten des antragstellenden Unternehmens
  • maximal 500.000 Euro pro Unternehmensgruppe (im Sinne verbundener Unternehmen) mit mehr als 10 Beschäftigten bis einschließlich 50 Beschäftigten des antragstellenden Unternehmens
  • maximal 800.000 Euro pro Unternehmensgruppe (im Sinne verbundener Unternehmen) mit mehr als 50 Beschäftigten des antragstellenden Unternehmens.

Nähere Info finden Sie in unserem Downloadbereich, auf der Webseite der KfW und/oder hier für Unternehmen die weniger als 5 Jahre am Markt sind und hier für solche die schon mehr als 5 jahre am Markt sind.

Auf Länderebene gibt es ähnliche Kredithilfen. Die LfA Förderbank in Bayern bietet neben dem bewährten Universalkredit (max. 10 Mio. Euro) und Akutkredit (max. 2 Mio. Euro, insbesondere gedacht für Unternehmen in Corona-unabhängigen schwierigen Situationen), den LfA Schnellkredit für Unternehmen bis 10 Mitarbeiter sowie den Corona-Schutzschirm-Kredit. Letzterer gilt für Unternehmen, Selbstständiger oder Freiberufler bis 500 Mio. Euro Umsatz, kann bis zu 30 Mio. Euro umfassen und bei 6 Jahren Laufzeit mit einer 90%-igen Risikoentlastung versehen werden. Darüber hinaus unterstützt die LfA mit Tilgungsaussetzungen für bereits vergebene LfA-Förderkredite. Nähere Informationen finden Sie in unserem Downloadbereich, auf der Webseite der LfA und/oder hier bei uns.