Ausgangssituation:

Ein Dienstleistungsunternehmen (Branchencode 96.01.0) ist bedingt durch einen Umzug in deutlich größer Räume und die damit verbundenen Kostensteigerungen einerseits und Umsatzausfälle in der Anlaufphase andererseits in eine schwierige Lage geraten: Höhere Fixkosten verschieben die Gewinnschwelle deutlich nach rechts zu einer höheren Auslastung, die nach dem Umzug noch nicht gegeben ist.
Die Folge sind zwei ertragsschwache Jahre und eine Bilanz, die einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aufweist; damit ist grundsätzlich ein Insolvenzantragsgrund gegeben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Liquiditätslage angespannt ist: Umsatzsteuerzahlungen sind überfällig, Leasingraten können nicht pünktlich bedient werden.

Gemeinsames Handeln:

Über die Hausbank lernen wir den Unternehmer kenne. Die Chemie passt und wir sind uns schnell einig, zumal unsere Kosten durch einen Zuschuss gesenkt werden können.

Wir analysieren die Situation, erstellen ein Unternehmenskonzept mit integrierter Kosten-, Erfolgs- und Liquiditätsplanung und erarbeiten in engem Kontakt mit der Hausbank ein erstes Finanzierungskonzept.

Gespräche mit den wichtigsten Gläubigern wie den Leasinggebern und dem Finanzamt führen zu Zahlungsplänen, die wir in die Liquiditätsplanung und das Finanzkonzept integrieren.

Durch Einbeziehung einer Nachfolgelösung in das Unternehmenskonzept, können auch letzte Zweifel der Hausbank und Förderbanken an die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zerstreut werden.

Um der zukünftigen Unternehmenssteuerung eine Basis zu geben, erweitern wir unsere Planung um ein einfaches System monatlicher Plan-/Ist-Vergleiche und entsprechen so einer Forderung der Hausbank nach einem zukünftigen zeitnahen Reporting.

Ergebnis:

Im Rahmen der Nachfolgeregelung kann der Jungunternehmer Fördergelder und Bürgschaften als Existenzgründer nutzen, die die finanzielle Schieflage des Unternehmens beenden und eine langfristige Sicherung des Unternehmens darstellen.
Durch tilgungsfreie Jahre für diese neuen Gelder in Verbindung mit den ausgehandelten Zahlungsvereinbarungen kann sich das Unternehmen liquiditätsseitig erholen.
Der Wegfall der Sorge um die Existenz des Unternehmens macht Kapazitäten frei für die Optimierung betrieblicher Abläufe und die Akquisition.
Das Unternehmen kommt nach einem Jahr, in dem wir es aktiv begleiten, wieder in die Gewinnzone – und das nach ordentlichen Geschäftsführergehältern! Die positive Entwicklung hält an